16.02.2020
Westfalenpokal 2020: Weibliche Kreisauswahl 2006 überzeugt mit Teamgeist und Platz 2
Am 15. Februar 2020 fand in Unna das große Abschlussturnier der dreijährigen Kreisauswahlförderung im Rahmen des Westfalenpokals statt.
Die weibliche Kreisauswahl des Jahrgangs 2006 zeigte eine beeindruckende Leistung, die mit dem zweiten Platz belohnt wurde.
Vorbereitung und Herausforderungen
Bereits im Vorfeld des Turniers wurde deutlich, dass die Mannschaft von Trainer Dominic Wehmeyer vor besonderen Herausforderungen stand. Einige der stärksten Spielerinnen des Teams hatten ihre Heimatvereine verlassen und wechselten zu renommierten Nachwuchsleistungszentren wie der HSG Blomberg-Lippe oder dem HSV Minden-Nord. Diese Abgänge bedeuteten nicht nur einen sportlichen Verlust, sondern erschwerten auch die Vorbereitung auf das Turnier. Dennoch zeigte sich das Team hochmotiviert und bereit, das Beste aus der Situation zu machen.
Turnierverlauf
Das Turnier in Unna war geprägt von einem besonderen Modus: Aufgrund der Teilnahme von nur zehn Kreisen war der Gruppensieg Voraussetzung für den Finaleinzug. Die Bielefeld-Herforder Auswahl startete mit einer 9:14-Niederlage gegen den Kreis Hellweg ins Turnier – ein Dämpfer für die Hoffnungen auf das Finale. Doch das Team bewies Moral und steigerte sich von Spiel zu Spiel. Mit einer stabilen Abwehr und zunehmender Treffsicherheit im Angriff konnten alle weiteren Gruppenspiele gewonnen werden.
Die Entscheidung über den Finaleinzug fiel im letzten Gruppenspiel, bei dem die Mannschaft auf Schützenhilfe angewiesen war. Tatsächlich gelang den Lipper Mädchen ein Überraschungssieg gegen Hellweg, was der Bielefeld-Herforder Auswahl den Einzug ins Finale ermöglichte.
Finale und Auszeichnung
Im Finale traf das Team auf die verlustpunktfreie Auswahl des Handballkreises Industrie. In einer zunächst ausgeglichenen Partie konnte die Bielefeld-Herforder Mannschaft gut mithalten, musste sich jedoch in der zweiten Halbzeit der technisch starken Gegnerinnen geschlagen geben. Trotz der Niederlage war der zweite Platz ein großer Erfolg und ein würdiger Abschluss der dreijährigen Fördermaßnahme.
Besonders erfreulich: Mit Clarissa Kohl stellte das Team erneut die beste Spielerin des Turniers – eine herausragende individuelle Auszeichnung. Nach Emma Pfennig (2017), Leni Ruwe (2018) und Melina Voß (2019) fiel der Wahl der Fachjury wieder auf ein Talent unseres Handballkreises.

Fazit
Die weibliche Kreisauswahl des Jahrgangs 2006 hat beim Westfalenpokal 2020 eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial im Handballkreis Bielefeld-Herford steckt. Trotz personeller Herausforderungen zeigte das Team eine starke Turnierleistung, die mit dem zweiten Platz und einer individuellen Auszeichnung belohnt wurde. Die Trainer Dominic Wehmeyer, Nelis Heidemann und Maren Grintz blicken stolz auf drei erfolgreiche Jahre zurück und wünschen ihren Spielerinnen für die Zukunft alles Gute. Die Entwicklung des Mädchenhandballs im Kreis bleibt weiterhin vielversprechend – mit dem Ziel, auch künftig Talente zu fördern und im Handballverband Westfalen eine führende Rolle zu spielen.
