16.10.2015
Handballcamp 2015
Bielefeld Handball-Camp hat auch Judo im Programm
Handball-Umschau: Das Handball-Camp begeistert seit elf Jahren junge Sportlerinnen und Sportler. Dabei geht es in den knapp zwei Wochen weniger um Handball, als vielmehr um den Blick über den Tellerrand.
Bielefeld. Das hat doch mit Handball fast nichts zu tun. Stimmt! Schaut man auf den Wochenplan des „Handball-Camps“, dann findet man alles – außer Handball. Und genau das ist das Erfolgsrezept des Ferienevents, das seit 2004 vom Handballkreis angeboten wird. Eine schier nicht enden wollende Erfolgsgeschichte.
Werbung, die muss man bei den heimischen Vereinen längst nicht mehr machen. In diesem Jahr reichte ein Anmeldeformular auf der Homepage, und die knapp zwei Wochen waren ruckzuck ausgebucht. Maren Grintz ist eine der Trainerinnen, die für Ablauf und Durchführung verantwortlich sind: „Mit 30 Jungen war die erste Woche wieder richtig voll. Bei den Mädchen sind es nur 14. Aber mit dieser kleineren Gruppe können wir manchmal auch besser arbeiten“, sagt sie.



Zum Beispiel, wenn gespielt wird. Anders als oben dargestellt gehört eine Runde Handball selbstverständlich auch immer dazu. Aber, und das gefällt den C- und D-Jugendlichen ja gerade besonders, der Blick über den Tellerrand ist entscheidend. Handballregeln ja, aber Tore dürfen nur per Fuß erzielt werden. Es ist eine dieser kleinen Veränderungen, die gleich ein paar koordinative Fähigkeiten mehr erfordert.
„Müssen wir etwas aufbauen?“ fragt eine der jungen Teilnehmerinnen. „Nein“, antwortet Trainer Philipp Holtmann. „Zum Glück, das ist nämlich so anstrengend“, antwortet das Mädchen. Eine Steilvorlage, die Maren Grintz nicht ungenutzt lässt. „Heute Nachmittag macht Julia mit euch Krafttraining“, verkündet sie, und Kollegin Julia Räber zeigt zur Unterstreichung gleich mal den Bizeps.
Die Trainer haben den richtigen Draht zu den Athleten. Neben Grintz, Räber und Holtmann führen noch Fabian Reinsberger und Malte Grintz durchs Programm.



Abwechslungsreiches Programm für Jungen und Mädchen
Apropos Programm: Bei den Jungs stand unter anderem Hürdenlauf auf der Agenda. Die Mädchen besuchten schon am ersten Tag das Bundesligaspiel zwischen Lemgo und Gummersbach – Autogrammjagd inbegriffen. Das scheint anstrengend gewesen zu sein, denn „sie haben ab 22 Uhr überhaupt kein Theater gemacht. So lieb waren Gruppen selten“, sagt Grintz lachend.
Untergebracht sind die Nachwuchshandballer im Bielefelder Jugendgästehaus. Von dort geht es zum Schwimmen ins Ishara, zum Bowling und immer wieder in die Carl-Severing-Sporthalle, wo unter anderem ein Judo-Trainer die Geheimnisse der asiatischen Kampfsportart vermittelte.
Quelle: NW Bielefeld, 14.10.2015, Artikel Gregor Winkler, Fotos: Christian Weische