15.07.2015

Zwei Kreise machen gemeinsame Sache: Strukturreform bringt neue Bezirksliga

Im Zuge der Strukturreform des Handballverbandes Westfalen bündeln die Handballkreise Bielefeld-Herford und Gütersloh ihre Kräfte. Ab der Saison 2016/2017 wird es gemeinsame Bezirksligen für Frauen und Männer geben – mit Vorteilen für Vereine und Spielbetrieb.

Die Strukturreform des Handballverbandes Westfalen (HVW) bringt Bewegung in die Organisation des Spielbetriebs: Die Bezirke Nord und Süd werden aufgelöst, der Spielbetrieb künftig nur noch auf Verbandsebene und Kreisebene organisiert. In diesem Zuge haben die Handballkreise Bielefeld-Herford und Gütersloh beschlossen, ab der Saison 2016/2017 jeweils eine gemeinsame Bezirksliga für Frauen und Männer zu bilden.

Die neuen Ligen heißen:

  • Bezirksliga Frauen Bielefeld-Herford/Gütersloh
  • Bezirksliga Männer Bielefeld-Herford/Gütersloh

Die Verwaltung übernimmt jeweils ein Kreis: Bielefeld-Herford für die Männer, Gütersloh für die Frauen.

Obwohl der Begriff „Bezirksliga“ auf Kreisebene zunächst widersprüchlich wirkt, ist die Bezeichnung sinnvoll, da die Spielklasse von zwei Kreisen getragen wird. Kreisvorsitzender Thomas Boerscheper hätte sich zwar den Namen „Kreisoberliga“ gewünscht, wurde aber überstimmt.

Hintergrund der Reform:

  • Reaktion auf rückläufige Mannschaftszahlen, besonders im Seniorenbereich
  • Abschaffung der mittleren Bezirksebene
  • Stärkung des Kreis-Spielbetriebs
  • Einführung von vier Landesligen auf Verbandsebene
  • Integration der bisherigen Bezirksligen in die Kreise

Die Vorteile für die Vereine liegen auf der Hand:

  • Kürzere Fahrtwege
  • Geringere Schiedsrichterkosten
  • Mehr Zuschauer durch lokale Duelle
  • Weniger Verwaltungsaufwand
Ab der Saison 2016/17 spielt Handball-Bezirksligist VfL Mennighüffen II im Falle eines normalen Klassenverbleibs in einer Bezirksliga, die nur aus Teams der Handballkreise Bielefeld-Herford und Gütersloh gebildet wird | © Jürgen Krüger

Ein Beispiel: In der neuen Männer-Bezirksliga würden zwölf Teams aus den Kreisen Bielefeld-Herford und Gütersloh aus der bisherigen Bezirksliga 2 übernommen. Hinzu kämen voraussichtlich der VfL Mennighüffen II und der CVJM Rödinghausen II aus der Bezirksliga 1 – damit wäre die Sollstärke von 14 Mannschaften erreicht.

„Dann geht es auf gutem Niveau ordentlich weiter.“ – so die einhellige Meinung!