05.11.2014

Vorbildliche Förderung: Handballkreis Bielefeld-Herford als Vorreiter in der Trainerausbildung

Der Handballkreis Bielefeld-Herford setzt bundesweit Maßstäbe in der Ausbildung von Juniortrainern. Das innovative Konzept verknüpft Theorie und Praxis mit dem Vielseitigkeitswettkampf der E-Jugend – und überzeugt durch nachhaltige Wirkung.

Der Handballkreis Bielefeld-Herford ist bundesweit für seine innovative Ausbildung von Übungsleitern und Nachwuchssportlern bekannt. Seit über zehn Jahren ist der Junior-Trainerlehrgang fester Bestandteil des Fortbildungsprogramms – eng verknüpft mit dem Vielseitigkeitswettkampf der männlichen und weiblichen E-Jugend-Mannschaften.

Das Fachmagazin Handball-Trainer Junior widmet dem Lehrgang in einer kommenden Ausgabe einen ausführlichen Beitrag. Denn das Konzept, das Theorie und Praxis direkt miteinander verbindet, stößt auch außerhalb der Region auf großes Interesse.

„Unser Konzept wird auch für andere Kreise und Verbände immer interessanter“, erklärt Lehrwart Olaf Grintz.
„Die Nachfrage ist groß, in der Regel haben wir 25 bis 30 Teilnehmer.“

Im aktuellen Lehrgang absolvierten sogar 33 neue Juniortrainer die Ausbildung. Im Fokus stand die Frage, wie Juniortrainer als Co-Trainer sinnvoll in den Übungsbetrieb integriert werden können.
Alle Teilnehmer erhalten zudem eine DVD mit Trainingsinhalten, die für rund zwei Jahre nutzbar ist.

Das Ausbildungswochenende ist anspruchsvoll:

  • Samstag = Praxistag: Inhalte wie Manndeckung werden direkt vermittelt und geübt.
  • Abend = Theorieblock: Rechtsgrundlagen, Motivationstechniken und Aufbau von Übungsstationen stehen auf dem Programm.
Auch diese Juniorinnen des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck und der JSG Bielefeld-Süd haben in jüngeren Jahren vom Förderprogramm des Handball-Kreises profitiert. | © Foto: Wolfgang Rudolf

Ein Highlight ist der Vielseitigkeitskatalog mit 30 Koordinationsübungen, entwickelt von Renate Schubert, Michael Neuhaus und Olaf Grintz. Sechs Übungen werden pro Wettkampf ausgewählt – Klassiker wie Seilspringen sind immer dabei.
Die Juniortrainer übernehmen Aufbau und Bewertung der Stationen.

Im Vielseitigkeitswettkampf zählt die Leistung des gesamten Teams:

  • Alle Ergebnisse werden gemittelt
  • Punkte fließen in die offizielle SIS-Tabelle
  • Auch der Letztplatzierte erhält mindestens einen Punkt

„Die Erfahrung zeigt, dass die Tabelle durch den Vielseitigkeitswettkampf ordentlich durcheinandergewirbelt wird“, berichtet Grintz.

Die Vereine stehen hinter dem Konzept:

„Unsere Vereine nehmen den Wettkampf als Chance wahr und sehen die Vorteile in der Ausbildung. Wenn die Kinder koordinativ gut ausgebildet sind, können später spezifische Techniken viel leichter erlernt werden.“