17.09.2014
Handballkreis geht bei der SR-Ausbildung neue und erfolgreiche Wege
EDI’s-Projekt: Wie der Handballkreis Bielefeld-Herford junge Schiedsrichter begeistert
Mit Engagement und Unterstützung gegen den Schiedsrichtermangel
Was tun, wenn Spieltage zu scheitern drohen, weil Schiedsrichter fehlen? Der Handballkreis Bielefeld-Herford hat eine Antwort gefunden – und sie heißt EDI’s-Projekt. Unter der Leitung von Kreislehrwart Olaf Grintz werden seit über anderthalb Jahren Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren zu Schiedsrichtern ausgebildet und in den Jugendklassen eingesetzt. Die Ergebnisse sind beeindruckend – und bundesweit beachtet.
Von der Not zur Innovation
In der Vergangenheit wurden Spiele der E- und D-Jugend oft von Vereinsvertretern geleitet – eine Praxis, die nicht selten zu Konflikten führte. Das EDI’s-Projekt setzt hier an:
„Die Jugendlichen werden von Eltern und Trainern ganz anders angenommen. Das nimmt viel Spannung raus. Außerdem behalten die EDI’s den Spaß an der Schiedsrichterei“,
erklärt Olaf Grintz.

Starke Zahlen, starke Wirkung
- Rund 200 Jugendliche wurden bereits ausgebildet.
- 30 Prozent davon sind Mädchen – viele mit dem festen Ziel, den offiziellen Schiedsrichterschein zu machen.
- Beim letzten Neuanwärter-Lehrgang kam die Hälfte der Teilnehmer aus dem EDI’s-Projekt.
Unterstützung, die wirkt
Ermöglicht wird das Projekt durch die Stiftung der Sparkasse Bielefeld, die Kosten für Material, Kleidung und Lehrgänge übernimmt.
„Ohne diese Unterstützung wäre keine Mehrheit für das Projekt unter den Mitgliedsvereinen zustande gekommen“,
ist sich Grintz sicher.
Nachhaltigkeit und bundesweite Anerkennung
Der Handballkreis denkt langfristig und autark. Das EDI’s-Projekt wurde bereits in anderen Regionen vorgestellt – mit großem Interesse.
„Wir haben Rückmeldungen aus ganz Deutschland“,
berichtet Grintz stolz.
„Der Handballkreis geht einen besonderen Weg. Wir entwickeln Ideen, wo wir selbst etwas bewegen können.“
Mit dem EDI’s-Projekt zeigt der Handballkreis Bielefeld-Herford, wie kreative Nachwuchsarbeit aussehen kann – und wie man mit Engagement und Unterstützung nachhaltige Lösungen schafft.