16.03.2011

Kreisauswahlteams mit gewaltiger Steigerung: Vergleichsspiele zeigen Licht und Schatten

Die Kreisauswahl-Teams des Handballkreises Bielefeld haben ihre letzten Vergleichsspiele der Saison 2010/11 absolviert. Während einige Jahrgänge mit starken Leistungen überzeugten, zeigt die Gesamtbilanz noch Luft nach oben – besonders bei der Trainerqualifikation.

Am vergangenen Wochenende bestritten die Kreisauswahl-Teams des Handballkreises Bielefeld ihre letzten Vergleichsspiele der Saison 2010/11. Die Ergebnisse fielen gemischt aus – mit Lichtblicken und Herausforderungen.

Bei den Mädchen überzeugte besonders der Jahrgang 1998. Nach 6:2 Punkten in der ersten Runde legte das Team in Münster nach und blieb in Runde zwei ungeschlagen. Mit insgesamt 15:5 Punkten erreichten die Spielerinnen den zweiten Platz hinter Minden-Lübbecke (17:3).

„Die Mädels können alle anderen Kreise schlagen“, lobte Olaf Grintz vom Handballkreis. „In dieser Mannschaft steckt viel Potenzial.“

Weniger erfolgreich verliefen die Turniere für die Jahrgänge 1997 und 1999. Das 97er-Team kam nach einem 10:10 gegen Minden/Lübbecke nicht über den letzten Platz hinaus. Die zwei Jahre jüngeren Mädchen verloren alle acht Spiele.

Bei den Jungen zeigte der Jahrgang 1996 eine solide Leistung. Zwar reichte es nur für Platz vier, doch mit 6:4 Punkten war das Team punktgleich mit den zweitplatzierten Lippern. Eine 11:17-Niederlage gegen Lippe kostete eine bessere Platzierung. Auch das knappe 12:14 gegen den späteren Sieger Minden/Lübbecke zeigte die Qualität des Teams.

„In diesem Jahrgang gibt es größere Leistungsunterschiede. Außerdem bereitet die offensive Deckung den Spielern noch Probleme. Insgesamt haben die Jungs aber gut gespielt“, so Grintz.

Die deutlichste Steigerung gelang dem Jahrgang 1997. Nach nur 1:7 Punkten in der ersten Runde gewann das Team fünf von sechs Spielen und sicherte sich Platz drei.

„Die Jungs setzten die offene Deckung sehr gut um“, berichtete Grintz, der bei 25 Spielern die Qual der Wahl hatte.

Auch der Jahrgang 1998 zeigte Talent. Der ausgeglichene Kader konnte den ersten Platz aus der Vorrunde jedoch nicht verteidigen. Auftaktniederlagen gegen Lippe (12:14) und Minden/Lübbecke (12:15) verhinderten den Turniersieg, obwohl beide Gegner später besiegt wurden. Da Lippe Minden zweimal schlug, blieb nur Rang zwei.

Nach dem Abschluss der Turniere zieht Olaf Grintz eine durchwachsene Bilanz:

„Die individuelle Ausbildung in unseren Vereinen ist noch ausbaufähig. Es gibt gerade in den unteren Altersklassen noch immer zu wenig qualifizierte Trainer.“

Besonders kritisch sieht Grintz die geringe Teilnahme an Fortbildungen:

„Es gibt zu denken, wenn bei Veranstaltungen im eigenen Kreis von 30 Teilnehmern nur zwei aus Bielefeld oder Herford kommen.“

NW Bielefeld 16.03.2011, Text und Fotos: Ivo Kraft