01.11.2009
Handballcamp 2009
Wieder ein voller Erfolg
Handballkreis hat das Handball-Camp erneut problemlos über die Bühne gebracht
Michael Neuhaus, Lehrwart des Handballkreises Bielefeld-Herford und Initiator des Handball-Camps, nennt sie „Wiederholungstäter“. Gemeint sind die ehemaligen Camp-Teilnehmer, die nun selbst als Betreuer mitmachen. Vor wenigen Jahren noch trotteten Clemens Globke (TSG Altenhagen-Heepen), Kevin Becker und Aljoscha Ziegler (jetzt Lemgo, ehemals JSG Bielefeld-Süd) schlaftrunken den Betreuern beim morgendlichen Lauf hinterher – jetzt gaben die 18-Jährigen selbst den Takt vor.
„Das zeigt wieder, dass es dem Handballkreis durch seine vielen Angebote gelingt, die Kinder und Jugendlichen an den Sport zu binden“,
meint Olaf Grintz, der in diesem Jahr sowohl das Jungen- als auch das Mädchencamp organisierte.
Er berichtet auch von Unterschieden:
„Die Mädchen machen eigentlich immer alles zusammen. Die Jungs sind unkomplizierter, aber auch etwas anstrengender. Dafür ist die manchmal schrille Tonlage der Mädchen gewöhnungsbedürftig.“
Gemeinsam haben jedoch alle Teilnehmer, dass sie schlichtweg Lust auf Handball und gemeinsame Aktivitäten wie Schwimmen, Bowling, Spinning oder Wasserski haben.
Wenn etwas Zeit bleibt, wird auch mal für die Abschlussprüfung gelernt
Neben Olaf Grintz begleitete auch Jan Kastrup vom TuS 97 beide Camps – obwohl „Möppi“ Kastrup auch für eine Abschlussprüfung lernen musste. Dick bepackt mit Aktenordnern zog er ins Jugendgästehaus ein und warf zwischendurch einen Blick in seine Unterlagen – Zeit zum konzentrierten Lernen blieb aber kaum.
Schiedsrichter-Lehrgang als neues Highlight
Ein kurzfristig ausgefallener Spinning-Termin bei den Jungs wurde kreativ ersetzt: Olaf Grintz bot spontan einen Schiedsrichter-Lehrgang an – mit großem Erfolg. Nach einer kleinen Prüfung erhielten die Teilnehmer eine Urkunde als Junior-Schiedsrichter und durften beim Abschlussturnier mit einem Gespannpartner pfeifen.
„Wenn von den vielen kleinen Schiedsrichtern am Ende zwei oder drei übrig bleiben und tatsächlich pfeifen, wäre das doch eine tolle Sache“,
so Grintz mit Blick auf den Schiedsrichtermangel.
Auch die Mädchen wurden zu Nachwuchs-Schiedsrichterinnen ausgebildet.
Schiri-Ausbildung als Teil des Junior-Trainer-Konzepts
„Die Kinder können jetzt zumindest die Spiele der ganz Kleinen pfeifen“,
sagt Grintz und denkt weiter:
„Diese Form der ersten Schiri-Ausbildung sollten wir in den Junior-Trainer-Lehrgang aufnehmen.“
Der Junior-Trainer-Lehrgang im Dezember ist das nächste große Projekt des Handballkreises – unterstützt von der Sparkassen-Stiftung.
Bewegungs-Parcours mit dem Kempa-Trick
Eine weitere kreative Aufgabe: Die Teilnehmer sollten selbst einen Bewegungs-Parcours entwerfen.
„Es ist ein klarer Unterschied, ob wir Betreuer das einfach nur vorgeben oder die Teilnehmer sich die Stationen ausdenken und erklären müssen. So waren sie wirklich mit Feuereifer dabei“,
berichtet Grintz.
Der Kempa-Trick war dabei besonders beliebt – eine anspruchsvolle, aber spaßige Übung.
Hochklassiger Sport als Inspiration
Neben dem eigenen Training konnten die Kinder auch Spitzensport live erleben:
- Die Jungs sahen Bundesliga-Spiele im DSF.
- Die Mädchen waren live bei GWD Mindens Erfolg gegen Balingen und beim ersten Saisonsieg der TSVE Bielefeld Basketballerinnen dabei.
Deren Coach Thomas Henning hatte zuvor ein Training bei den Jungs geleitet und den Mädchen Freikarten überlassen.
Ein Camp mit Zukunft
Obwohl Michael Neuhaus in diesem Jahr nicht persönlich dabei war, lief das Camp reibungslos. Dank des engagierten Betreuerteams und der motivierten Teilnehmer – viele davon Wiederholungstäter – wurde das Camp erneut zu einem vollen Erfolg.
„Auch 2009 sind wieder einige Wiederholungstäter herangezüchtet worden.“
– Pressewart Ivo Kraft