01.11.2007
Handballcamp 2007
Der Handballer als Allrounder – Rückblick auf das 4. Herbstcamp des Handballkreises Bielefeld-Herford
Ein Camp voller Bewegung, Gemeinschaft und neuer Erfahrungen
Das vierte Herbstcamp des Handballkreises Bielefeld-Herford war auch 2007 wieder ein voller Erfolg. Unter der Leitung von Kreislehrwart Michael Neuhaus erlebten in der ersten Ferienhälfte 63 Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren fünf intensive Tage voller Sport, Spaß und Teamgeist. Das Camp zeigte einmal mehr, wie vielseitig und wertvoll eine ganzheitliche Nachwuchsförderung im Handball sein kann.
Bei der 4. Auflage 2007 gab es dann die Premiere für die Mädchen: Erstmalig konnte aufgrund der ausreichenden Nachfrage auch endlich ein Camp für Mädchen angeboten werden. Da die Nachfrage bei den Jungs gewohnt hoch war, fanden in den Herbstferien 2007 dann plötzlich 2 Camps mit insgesamt rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.
Mehr als nur Handball
„Handball ist mehr“, lautete das Motto – und das Programm spiegelte genau das wider. Neben klassischen Handballeinheiten standen Leichtathletik, Turnen, Akrobatik, Spinning, Schwimmen, Bowling und Wasserski auf dem Plan. Besonders eindrucksvoll war der Risiko-Hochsprung, bei dem die Teams gemeinsam Strategien entwickelten, um sich gegenseitig zu Höchstleistungen zu pushen.
„Die Kinder und Jugendlichen sollen vielseitig beansprucht werden, neue Erfahrungen machen, körperliche Grenzen ausloten. Gefördert wird der Sportler als Allrounder.“
– Michael Neuhaus
Sportliche Herausforderungen und pädagogischer Anspruch
Die Mischung aus sportlicher Herausforderung und pädagogischem Konzept machte das Camp zu einer besonderen Veranstaltung. Die Kinder lernten nicht nur neue Bewegungsformen kennen, sondern auch Verantwortung, Teamarbeit und Selbstdisziplin. Selbst das Wetter konnte die Motivation nicht trüben – auch bei Nieselregen wurde beim Wasserski in Paderborn durchgezogen.


Logistik, Leidenschaft und Liegezeiten
Die Organisation des Camps war eine logistische Meisterleistung. Die 63 Teilnehmer wurden täglich zu verschiedenen Sportstätten in Bielefeld transportiert. Dabei kam so mancher an seine körperlichen Grenzen – und landete auf der Liege von Masseur Michael Neuhaus, der mit einem Augenzwinkern berichtete, dass diese Arbeit fast ein Drittel seiner Camp-Tätigkeit ausmachte.
Gemeinschaft erleben
Ein Highlight war der gemeinsame Besuch des Bundesliga-Fußballspiels zwischen Arminia Bielefeld und Hannover 96 – auch wenn das Anfeuern der jungen Handballer nicht zum erhofften Sieg führte. Die Abende im Jugendgästehaus boten Raum für Gespräche, Spiele und das Knüpfen neuer Freundschaften.
Ausblick und Erweiterung
Die hohe Teilnehmerzahl zeigte die große Beliebtheit des Camps – auch wenn Neuhaus für das kommende Jahr eine Begrenzung auf etwa 45 Kinder anstrebt, um die Qualität zu sichern. Besonders erfreulich: Viele ehemalige Teilnehmer kehrten als Betreuer zurück, ein Zeichen für die nachhaltige Wirkung des Konzepts.
Premiere gelungen: Erstes Mädchen-Handballcamp begeistert mit Sport, Spaß und starken Vorbildern
Wasserski, Klettern und Handball – ein Trainingslager der besonderen Art
In der darauffolgenden Woche startete dann erstmals ein eigenes Camp für Mädchen, organisiert von Heiner Dresrüsse und Klara Ringel.
34 junge Handballerinnen im Alter von zehn bis zwölf Jahren erlebten eine Woche voller Bewegung, Teamgeist und neuer Erfahrungen – und setzten damit den Startschuss für eine neue Tradition.

Starke Vorbilder und neue Impulse
Ein besonderes Highlight war der Besuch von Andrea Nobbe, Trainerin des TV Lenzinghausen und ehemalige Nationalspielerin. Schon bei ihrer Vorstellung sorgte sie für große Augen bei den Teilnehmerinnen. In der anschließenden Trainingseinheit vermittelte sie mit viel Engagement Spielzüge und Technik – und wurde schnell zum Vorbild für viele der jungen Sportlerinnen.
Wie bei den Jungen stand auch beim Mädchen-Camp der Blick über den Tellerrand im Mittelpunkt. Neben dem Handballtraining erlebten die Mädchen ein abwechslungsreiches Programm:
- Klettern im Hochseilgarten Bad Driburg, wo selbst erfahrene Spielerinnen an ihre Grenzen kamen
- Bowling und ein Besuch bei den Bielefeld Dolphins, inklusive Live-Erlebnis der Basketball-Zweitligapremiere
- Gemeinsame Aktivitäten, die den Teamgeist stärkten und neue Freundschaften förderten
„Dort sind einige, die im Handball zu den Besseren gehören, mal an ihre Grenzen gestoßen. Es war eine gute Erfahrung.“
– Olaf Grintz, Mitorganisator des Camps
Ein voller Erfolg mit Zukunft
Das Mädchen-Camp war nicht nur eine Premiere, sondern auch ein voller Erfolg. Die Teilnehmerinnen kamen aus verschiedenen Bielefelder Vereinen und zeigten, wie gut vereinsübergreifende Zusammenarbeit funktionieren kann.
Mit dem ersten Mädchen-Handballcamp wurde ein neues Kapitel in der Nachwuchsarbeit des Handballkreises Bielefeld-Herford aufgeschlagen.