30.05.2007

Zwischenbilanz im Sparkassenprojekt: Nachwuchshandball braucht qualifizierte Übungsleiter

Der Lenkungsausschuss des Sparkassenprojekts zur Förderung des Bielefelder Nachwuchshandballs zieht eine erste Zwischenbilanz. Im Fokus stehen die Betreuung in Grundschulen und ein neues physiotherapeutisches Angebot für junge Talente.

Das Sparkassenprojekt zur Förderung des Nachwuchshandballs in Bielefeld zeigt Wirkung. Die Stiftung der Sparkasse Bielefeld unterstützt das Konzept des Handballkreises Bielefeld-Herford zunächst bis 2008 – und ermöglicht damit vorbildliche Maßnahmen in Lehrarbeit und Talentförderung.

Im Anbau der Jöllenbecker Realschule zog der Lenkungsausschuss nun eine erste Zwischenbilanz. Elf Vereinsvertreter diskutierten über bisherige und zukünftige Schritte. Ein zentrales Thema war die Betreuung von Grundschulkindern im Rahmen der offenen Ganztagsschule (OGS).

„Wir sind eine der ersten Sportarten gewesen, die überhaupt an die Schulen gegangen sind“, betont Lehrwart Michael Neuhaus.

Die Nachfrage bei den Grundschulen ist vorhanden – doch es fehlt an qualifizierten Übungsleitern. Konsens: In den heterogenen OGS-Gruppen sollten erfahrene Trainer mit pädagogischem Hintergrund eingesetzt werden.

„Unser Anspruch ist es, die Kinder professionell zu betreuen. Dafür brauchen wir qualifizierte Trainer“, so Neuhaus.
„Durch ihren Einsatz in den Grundschulen können wir einen Multiplikatoreneffekt für den Handball herstellen.“

Physiotherapeutische Betreuung für Nachwuchstalente

Ein weiteres Projekt für die kommende Saison betrifft die Leistungsdiagnostik: Der Handballkreis plant eine gezielte physiotherapeutische Betreuung für Jugendliche – koordiniert von Eckhard Jungmann. An drei Standorten sollen koordinative und stabilisierende Übungen angeboten werden, die im Trainingsalltag oft zu kurz kommen.

Das Angebot richtet sich an alle Jugendlichen – unabhängig von Spielklasse oder Vereinszugehörigkeit.

„So ist gewährleistet, dass nicht einzelne Vereine bevorzugt werden“, erklärt Neuhaus.

Voraussetzung: verbindliche Anmeldung und regelmäßige Teilnahme.

„Wer drei Mal hintereinander nicht kommt, ist dann eben raus.“

Das Projekt zeigt: Mit gezielter Förderung und engagierten Partnern wie der Sparkasse Bielefeld kann der Nachwuchshandball in der Region nachhaltig gestärkt werden.